Die Band

UNDER FLOODS THAT ARE DEEPEST, WHICH NEPTUNE OBEY,

OVER ROCKS THAT ARE STEEPEST, LOVE WILL FIND OUT THE WAY.

Über QNTAL

Die Idee, die bei der Gründung von QNTAL Pate stand, war eine Mischung aus mittelalterlicher und elektronischer Musik zu schaffen, und das zu einer Zeit, in der dem Publikum Mittelaltermusik völlig unbekannt war. Die Band ist somit eine der Mitbegründerinnen der bis heute grassierenden Mittelaltereuphorie, hat sich jedoch ständig weiterentwickelt und schließt inzwischen auch Musik und Texte aus späteren Epochen in ihr Repertoire ein. Mit viel Aufwand stemmen sich die Musiker gegen vordergründige musikalische Trends. Ursprünglich als Experimentierfeld von Mitgliedern der Bands DEINE LAKAIEN und ESTAMPIE geplant, entwickelte QNTAL schnell einen unverwechselbaren Sound, über dem die einzigartige Stimme Syrahs schwebt. Als zentraler Gedanke gilt nach wie vor die Freude, sich von alten Texten in allen möglichen Sprachen musikalisch inspirieren zu lassen, immer wieder neue Lösungen zu finden und gleichzeitig abwechslungsreich, anspruchsvoll und eingängig zu klingen. Alle Mitglieder sind studierte Musiker, auch deshalb ist die hohe musikalische Qualität der Musik und die musikalische Eigenständigkeit der Band selbstverständlich.

Syrah

Syrah gibt der Band Qntal seit der ersten Stunde mit ihrer charismatischen und variantenreichen Stimme den unverwechselbaren „sound“. Syrah wählt für jede neue CD die lyrics aus, streift das ganze Jahr durch Bibliotheken, liest Gedichtsammlungen, trifft intuitiv die Auswahl und bringt dabei oft unentdeckte Schätze ans Tageslicht. Diese schillernden Texte aus vergangenen Jahrhunderten, von Troubadours, Minnesängern, Mystikern bis zur englischen Romantik inspirieren Michael Popp zu seinen einzigartigen und zeitlos schönen Songs. Syrah ist auch die Frau für das optische Erscheinungsbild von Qntal und wahrscheinlich unsere größte Kunstliebhaberin. Einige ihrer Lieblinge: Gedichte von W. Blake und I. Bachmann, Gemälde von van Eyck und Bacon und all die wunderbar archaischen und mystischen Bauwerke der Romanik....

Michael

Michael Popp hat Musik am Mozarteum in Salzburg studiert und dort ein besonderes Interesse für Alte Musik, insbesondere Mittelaltermusik entwickelt. Er gründete mit Sigrid Hausen alias Syrah verschiedene Musikformationen: ESTAMPIE - eine Gruppe für Mittelaltermusik, QNTAL- Mischung aus Mittelalter und Elektronik, VOCAME - mittelalterliche Vokalmusik, Al ANDALUZ PROJECT - christlich-jüdisch-moslemische Musik Spaniens, ein Folk-Projekt.

Michael spielt viele verschiedene teils äußert exotische und ungewöhnliche Instrumente, auf denen er sich in den verschiedenen Gruppen aber auch in der Theatermusik austoben kann. Bei Qntal schreibt er zudem die Songs zu Texten, für die es entweder keine Melodie gibt oder sie verloren gegangen ist.

Mariko

Mariko trat das erste Mal bei der Qntal Silver Swan Tour 2006 auf die Bühne. Schon damals war schnell eine gemeinsame musikalische Sprache gefunden, die „Chemie“ mit Syrah und Michael war offensichtlich. Kurz darauf verließ sie Amerika, auch um VOCAME mitzubegründen und bei ESTAMPIE  Mitglied zu werden. Nach mehreren Jahren intensiver Zusammenarbeit hat sie einen eigenen Stil entwickelt mit Syrahs Stimme zu verschmelzen und hohe Glanzlichter zu setzen: bis C’’’! Kombiniert mit ihrer „rock’n roll“ Violine und ihrer frischen Bühnenpräsenz ergänzt sie Qntal um eine eigene Note. Als Qntal’s „Junior“ ist sie auch die Stimme der sozialen Netzwerke, kommuniziert und dokumentiert auf Facebook, Twitter und You Tube.

Markus

Der aus Kulmbach stammende Schlagzeuger ist  seit  der 2005er Ozymandias Tour Live -Schlagzeuger bei Qntal.

Markus ist bekannt für seinen vitalen Drumstil, der dennoch subtil und und fein ausgearbeitet angelegt ist. Sein Gespür  für das musikalische Geschehen  und seine  eindringlichen Beats  ergänzen en die melodisch komplexen Kompositionen Qntals.

Seit 1993 lebt Markus in Berlin. Neben Qntal spielt er Konzerte, weltweite Tourneen und Produktionen  mit Künstlern wie u.a.  Artwork, Goethes Erben, Wolfsheim  und  De/Vision .

 

Produzent : Leon Rodt

Leon absolvierte eine Tontechnikausbildung an der SAE und fand nach seinen Wanderjahren in verschiedenen Münchener Tonstudios sein Zuhause in den Weltraumstudios. Dort arbeitet er als freier Produzent und Sounddesigner. Seine Arbeiten in unterschiedlichsten Projekten, lassen Djs schwitzen und Menschen feiern. Sie bringen Bilder zum klingen und versüssen Kindern das Spiel.

Als Leon Rodt vor einigen Jahren einen ersten Remix für Estampie produzierte und sich herausstellte, dass Michael Popp nicht nur im selben Stadtviertel, sondern direkt vis-a-vis wohnt, entstand bald eine freundschaftliche und fruchtbare Zusammenarbeit. Mit der Produktion des siebten Qntal Albums ist nun der erste Meilenstein gesetzt, auf einem spannenden gemeinsamen Weg.

 

Über den Rand der Welt hinaus

1992 fegte ein frisch gegründetes Projekt mit nur einem einzigen Clubhit für immer die modrigen Staubschichten von der mittelalterlichen Musikwelt. "Ad Mortem Festinamus" aus dem Llibre Vermell de Montserrat, eine Sammlung spätmittelalterlichen Liedgutes aus dem 14. Jahrhundert, verblüffte das Auditorium nicht mit authentischer Aufführungspraxis mit historischen Tonwerkzeugen, sondern durch eine innovative Neuinterpretation mittels elektronischer Klangsphären. Wuchtige Beats und treibende Synth-Flächen zogen im harmonischen Zusammenspiel mit dem einnehmenden Mezzosopran von Sigrid "Syrah" Hausen sowohl Tanzflächen- als auch anspruchsvolle Musikliebhaber in ihren Bann. Die Alte Musik war nie lebendiger und wurde durch das Trio Qntal vollkommen neu definiert.

Nach zwei virtuosen wie expressiven Alben – ungekünstelt als "I" und "II" betitelt – konzentrierten sich die beiden Kreativkräfte, Michael Popp und Sigrid "Syrah" Hausen, vorrangig auf ihr rein akustisches Ensemble Estampie, um nach einer achtjährigen Pause und mit neuer Mannverstärkung erneut in avantgardistisch-Qntal'sche Kunstwelten einzutauchen.

Es folgten vier weitere einzigartige Werke, die sowohl klanglich wie thematisch unterschiedlichen Schwerpunkten folgten, aber stets das Mittelalter in all seinen Facetten neu auszuloten suchten. Nicht umsonst bezeichnet sich der Vollblutmusiker Michael Popp als letzter lebender Troubadour, der gleich auf mehreren Ebenen mit der Historie verbunden ist.

"Für mich als Künstler ist es wichtig tiefer zu gehen und nicht nur auf der Erscheinungsoberfläche zu bleiben", bleibt auch nach mehr als 20 Jahren im turbulenten Musikbusiness sein Credo. "Ich verlange da letztendlich mehr, nämlich dass man sich mit den Dingen wirklich auseinandersetzt, ein wenig mehr in sich geht und sich selbst auch hinterfragt." Aus diesem Grund genügt ihm und seiner Weggefährtin Syrah auch ein einziges Ausdrucksmedium nicht. Nach der letzten Studioscheibe, "Qntal VI – Translucida", aus dem Jahre 2008 zog das Duo erneut vermehrt mit Estampie durch die Lande und gründete mit VocaMe gleich noch ein völlig neues, der Klassik zugewandtes Ensemble für Alte Musik.

Anno 2014 beginnt für Qntal jedoch eine neue Schaffensperiode. Sarah "Mariko" Newman unterstützte die Band bisher nur bei Live-Darbietungen, gehört ab sofort aber fest zum Lineup.

Neuer Elektronikmagier ist Leon Rodt, der Philipp "Fil" Groth fortan an den Tasten ersetzt und sich auch als einfühlsamer Produzent einbrachte. Überdies ist erstmals in der Geschichte der Formation Michael Popp als Sänger zu hören. Das siebte Studioalbum – erneut wieder schlicht als "Qntal VII" betitelt – läutet damit das dritte Zeitalter von Qntal ein und bleibt trotz aller Veränderungen doch den ursprünglichen Tugenden treu.

Mit viel Feingefühl und Sachverstand nähern sich die Musiker jahrhundertealten Texten und Melodien, transformieren diese in moderne Arrangements und beleben sie damit auf virtuose Weise neu. Anmutige Kunstfertigkeit verbindet sich mit tanzbarer Eingängigkeit, stets der geschichtlichen Tragweite der Originale verpflichtet.

Neben mittelalterlichen Quellen wie der Liederhandschrift Carmina Burana, dem Theologen Meister Eckhart, dem Minnesänger Heinrich von Morungen oder dem Ars nova-Komponisten Guillaume de Machaut stoßen Qntal erstmals verstärkt auch ins 17., 18. und 19. Jahrhundert vor. So wird der britische Dichter Lord Byron mit seinem zauberhaften Poem "By The Light Of The Moon" ebenso in feinste Klangkost verwandelt wie der "Tyger" des Naturmystikers William Blake. Die Romantik ist damit nicht nur klanglich ein fester Bestandteil des Albums, sondern durchflutet auch mit melancholischer Verträumtheit seine Zeilen. Mit "Schnee" wagt sich "VII" sogar in die Gegenwart vor; Fantasy-Autor Markus Heitz, bekannt durch seine Zwergen- und Albae- Romane, ersann diese Ode an die "ewige Nacht".

Doch ganz gleich ob die Worte aus dem 12. oder dem 21. Jahrhundert stammen, Qntal gelingt stets deren Essenz zum Klingen zu bringen – facettenreich, anspruchsvoll und bewegend. Kein Wunder, dass die individuellen Avantgardisten sowohl auf klassischen Veranstaltungen wie den Kreuzgangkonzerten im Kloster Walkenried, den Landshuter Hofmusiktagen oder auch beim Europäischen Kirchenmusik-Festival ebenso aufspielen, wie auf Mittelalterfesten oder Independent-Events wie dem Amphi Festival oder dem renommierten Wave-Gotik-Treffen. Qntals Werke sind universell und zeitlos, ermöglichen einen Blick hinter den Rand der Welt.